Bist du vom Reden über Minimalismus langsam genervt?

Versprüht dieser Gegenstand Freude?

Kannst du die Anzahl deiner Kleidung noch weiter runter fahren? Nein?

Ein Lifestyle ist für Menschen da und nicht Menschen für den Lifestyle.

Sich mit Kargheit zu quälen und keinen Spaß an Schönheit zu haben macht das Leben nicht automatisch leichter. Nur soviel Kleidung zu haben, dass es nie für eine volle Waschmaschine reicht, ist nicht effizient, und wer seine Mitmenschen damit terrorisiert, dass man weniger als 100 Dinge besitzen sollte, kann nerven. Eigentlich geht es ja darum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, mehr Zeit zu haben, und nicht darum, sein kostbares Ich vor anderen zu polieren.

Trotzdem,

Minimalismus kann das Leben leichter machen und dabei helfen mehr Zeit für wichtige Dinge zu haben. Wenn man sich nicht an Regeln hält, um zu einem Club dazuzugehören, sondern nur das Leben vereinfacht. 

Was ist Minimalismus?

Hier nicht ein Kleidungs- oder Einrichtungsstil, sondern, wie man manchmal liest:

Minimalism is a way to say: stop the madness!

Was ist verrückt? Zum Beispiel Einkaufen als Zeitvertreib, Langeweile, um ein Kauferlebnis zu haben – mit Geld, das wir mit unserer Lebenszeit verdient haben (wenn du Lust hast, schau dir dieses kurze Video aus dem Film HUMAN darüber an).

Wie ich schonmal geschrieben habe: es wird immer mehr geben und uns angeboten werden, als wir kaufen können.

Hast du den Film „The Minimalists“ gesehen? Darin spricht eine Soziologin aus den USA über Konsum. Sie sagt, dass wir nicht materialistisch genug sind, und im wahrsten Sinn des Wortes echte Materialisten werden müssen – uns mehr für die Qualität von Waren interessieren müssen. Kurz danach wird eine Szene über Fast Fashion gezeigt, ein Symbol für die Traurigkeit von kopflosem Kaufrausch und Konsum. Fast Fashion steht am anderen Ende dessen, wofür Minimalismus steht: Schnelligkeit, wenig Wertschätzung, schlechte Qualität, und die Freude hält nicht lange an! Konsum kostet nicht nur Geld. Stop the madness.

Wir wissen, wie billige Kleidung hergestellt wird, und dass sie billig ist, aber einen hohen Preis hat. Zu jemandem, der ein Business hat, das das Leben anderer schöner und besser macht (unterstelle ich dir, wenn du diesen Blog liest), passt es nicht gut, vor allem Kleidung zu tragen, die mit Ausbeutung hergestellt wurde.

Es geht also nicht darum, zu verzichten, weil man gerade kein Geld hat. Sondern weniger zu kaufen, als man sich leisten könnte – um Maßlosigkeit zu zügeln, Geld nicht zu verschwenden und die Umwelt nicht zu verschmutzen. Und damit wir unsere Umgebung nicht mit Dingen voll stellen, die wir nicht brauchen und vielleicht nicht einmal besonders mögen! Ansonsten werden wir zu oft neuen Anschaffungen hinterherrennen. Und mit der Zeit zu viel Sachen um uns herum haben, die Platz wegnehmen. 

Ein minimalistischer Kleiderschrank?

Das kann heißen: Jeans, vor allem weiß und schwarz im Schrank zu haben, und extrem wenig davon.

Eine festgelegte Anzahl, wenig Farben.

Oder aber – das finde ich angenehmer, lebensnaher und praktischer (und darum geht es auf diesem Blog) – einen übersichtlichen Kleiderschrank, in dem nur Dinge sind, die du gerne trägst. Und die können dann auch kosten, was sie wert sind. Regeln und Vorgaben braucht man nicht viel, davon haben wir schon genug im Alltag, und Sinn dieser Aktion ist es ja, das Leben zu vereinfachen.

Mein Vorschlag ist einfach:

Bringe alles weg (verschenken, spenden, verkaufen, Restmüll), was du nicht trägst oder nicht gut aussieht. Vielleicht bleibt dann nur die Hälfte oder auch weniger übrig. Und kaufe ab sofort nur, was schön ist und zu dir passt. Das kostet dann womöglich den dreifachen Preis, aber das kannst du dir dann ja leisten, weil du nicht mehr etwas kaufst, weil es im Angebot ist oder dir langweilig ist.

Sofort mehr Luft zum Atmen und weniger zu sortieren.

 


Als Frau im Businessalltag einfach gut und professionell aussehen, ohne viel Zeit und Geld zu investieren? Hier klicken!


Was bringt Minimalismus für Unternehmer/innen?

Viel, finde ich!

Wie gesagt, wenn es der Minimalismus ist, der das Leben unkomplizierter macht, und nicht um einer Szene anzugehören.

Kannst du dich auf etwas konzentrieren, wenn dich viel ablenkt? Für mich ist Klarheit und Einfachheit eine der Grundvoraussetzungen, um etwas zu schaffen.

Ich habe einmal mehr als ein halbes Jahr aus nur einem Koffer gelebt und mir hat nichts gefehlt. Meine Sachen waren schnell aufgeräumt, es gab keine Bügelberge, ich hatte immer nur meine Lieblingskleidung an. Morgens konnte ich ganz schnell aussuchen, was ich anziehen wollte, und bin gut gelaunt in den Tag gestartet, um mich mit Dingen zu beschäftigen, die mir wichtig waren. Nichts, was hin- und her geschoben werden musste, Unordnung gab es nicht (sage ich mal so, als nicht-Perfektionistin).

Um auf sein Unternehmen fokussiert zu sein und Ideen umzusetzen, braucht es möglichst wenig unnötige Ablenkung. Dazu gehören für mich auch ein übervoller Schrank, zu viel Auswahl und Dinge, die nicht mehr gebraucht werden. Bringt mehr Zeit und Raum für Wichtiges, weniger Geld verschwenden, weniger aufräumen – also weniger auf der einen Seite besitzen, um mehr auf der anderen zu haben.